SB-5E  D-5761 FZ

   

Als V-Leitwerks Fan unter den Modellfliegern entschied ich 

mich im Mai 2001 auch das Segelfliegen kennen zulernen. 

Im Oktober, noch als Flugschüler, konnte ich dann einem Angebot der eleganten SB-5E  nicht wiederstehen.

Mein Bruder Jürgen, zu der Zeit noch Cheffluglehrer beim LSC-Marl, entschied sich mit in das Projekt einzusteigen. 

So sind wir für kleines Geld und bei vergleichsweise geringen Betriebskosten zu Betreibern einer SB-5E am Flugplatz Borkenberge geworden.

Links übrigens Jürgen vor dem 1. Probestart in Dornsode,

 ich "durfte" als 43jähriger C-Schüler ja noch nicht.

War auch spannend genug hinter dem 80 PS C-Falken.

Im Mai 2002 waren die nötigen Wartungsarbeiten an der 

SB-5 abgeschlossen und der PPL-C in der Tasche.

  

 

Die SB-5E  D-5761 ist Baujahr 1965 und bietet mit 34,5 eine

Gleitzahl auf  ASK-21 bzw. Weltklasse-Segler Niveau. 

  

Nur dass die Anschaffung der Holzfliegers nur einen Bruchteil eines  Kunststoff-Traumes ausgemacht hat.

Das Aufrüsten dauert allerdings etwas länger wie mit einem Plastikflieger und modernem Anhänger. Mit Aufrüsthilfe und Unterstützung meiner Frau, die genauso viel Spaß an unserem "Einbaum" hat, braucht es gut 25 Minuten.

   

Lust an der Pflege eines Holzflugzeuges ist aber Bedingung. Unser Ziel ist es bis zum 50. Lebensjahr, der SB-5, 

diese wieder in den Neuzustand zu bringen.

   

 

  

  

die   !!  technischen Daten  !!

sehen natürlich nicht wie die einer Gleitzahl 60 Orchidee aus.

 

Ob am Tagesende aber 400 oder 700km geflogen sind ist für das Erlebnis des Segelfliegens , zunächst, unbedeutend.

    

   

    

Mai 2002, mein erster SB-5 Start

  

  

   

  

Da das V-Leitwerk aufgrund des Flugbildes eines meiner Steckenpferde im Modellflug ist, kam nur ein Flieger mit eben diesem elegantem Leitwerk infrage.

  

Das V-Leitwerk hatte seine große Zeit in den 60er Jahren. 

Den Holzrümpfen war ein für Außenlandungen im Getreidefeld besser geeignetes T-Leitwerk aus Torsionsgründen nicht zuzumuten.

Das V-Leitwerk war damit zum Standartleitwerk ein beliebter Kompromiss. Mit der Kunststoffbauweise konnte dann auch an engen Rumpfröhren das T-Leitwerk umgesetzt werden.

  

Aerodynamisch gibt es sowohl ein für und wider, optisch ist es, so meine ich, die mit Abstand eleganteste Leitwerksform.

Im fliegerischen Alltag ist kein Unterschied zu anderen Leitwerken auszumachen. Die SB-5 ist vom Handling einfach toll, engste Bärte sind mit 70 km/h auszuzirkeln.

Die vermessene Gleitzahl von 34,5 (bei knapp 90 km/h)  lässt zumindest bis 120 km/h einen Jeans Astir oder eine ASK-21 unter sich. Mehr wie 170 km/h mag ich dem betagtem Flieger aber nicht antun, macht ohnehin keinen Sinn. Die SB-5 ist erstaunlich gutmütig, allerdings möchte ich, aus der Modellflug Erfahrung vor zur großer Rücklage des Schwerpunktes (zu leichte Piloten) beim VL warnen. Unvermitteltes Trudeln, insbesondere bei kräftigem Ziehen aus hoher Fahrt  ist möglich.

Amaretto-V Flieger wissen was ich meine...

 

   

 

  

die Anhänger Restaurierung 

  

hier....   

 

 

 

 

 

  

  

Jürgen (rechts) und ich beim informellen Treffen in 

Mönchsheide zur Vorbereitung des 

SB-5 und VL-Treffens im Juli 2003.

    

F-Schlepp Start an einem Samburo